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Von Bedeutung für das wirtschaftliche Gefüge der Anrainer sind heutzutage vor allem die Funktionen des Bodensees als Transportweg, als Erholungsgebiet und als Trinkwasserspeicher.

Im Bereich des Primärsektors spielt vor allem der Weinbau eine gewisse Rolle. Die Fischerei hingegen hat ihre führende Rolle verloren. Die größten Industriestandorte sind Friedrichshafen (Metallverarbeitung) und Bregenz (Textilindustrie). Wichtigste Dienstleistungsstandorte sind Konstanz, Bregenz, Friedrichshafen und Lindau.

Weinbau

Weinbau am Bodensee (Birnau)

Durch die riesigen Wassermassen des Bodensees wird auch das Klima beeinflusst. Rund um den See kann Wein angebaut werden, zumeist der Rebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder. Durch die politischen Grenzen innerhalb der Region werden die Weine in verschiedenen Weinbaugebieten angebaut, die Ähnlichkeiten innerhalb der Region sind jedoch größer als die mit den teils weit entfernten „Mutter“-Anbaugebieten. Die Region ist das höchstgelegene deutsche Weinbaugebiet mit Lagen zwischen 400 und 560 Metern ü. NN.

Weinbaugebiete um den Bodensee sind der Bereich Bodensee des Weinbaugebiets Baden, die Bereiche Württembergischer Bodensee und Bayerischer Bodensee des Weinbaugebiets Württemberg, die Regionen Rheintal (im Kanton St. Gallen) und Untersee (im Thurgau) im Weinbaugebiet Ostschweiz sowie einzelne Betriebe in Vorarlberg in der kleinsten österreichischen Weinbauregion Bergland Österreich.

 

Fischerei 

Statue der Fischerin vom Bodensee auf der Insel Mainau

Die Bedeutung der Bodenseefischerei ist mittlerweile relativ gering, obwohl die Fangerträge sich seit Mitte der 1950er-Jahre im langjährigen Mittel nur wenig verändert haben. So wurden im Fünfjahreszeitraum 1996–2000 durchschnittlich 1130 t Fisch pro Jahr gefangen[22]. Dieser Fang deckt bei 1,5 kg Jahresverzehr pro Person den Süßwasserfischbedarf von 750.000 Menschen. Der Umsatz der ca. 150 Berufsfischer am Bodensee, davon ca. 100 in Baden-Württemberg und 16 in Vorarlberg, dürfte damit in der Größenordnung von 3 Mio. Euro liegen[19][23][24]. Hauptsorten sind der Blaufelchen mit 57 %, andere Felchen (Gangfische und Sandfelchen) mit 19 % und der Flussbarsch (regional Kretzer oder Egli) mit 17 %. Dazu kommen 4 % Weißfische wie Brachse und 3 % sonstige wie Seeforelle, Aal, Hecht und Seesaibling[22].

Besatzfische u.a. für den Bodensee und seine Zuflüsse werden von den Anliegerländern und -kantonen in den Fischbrutanstalten Langenargen und Nonnenhorn, im Landesfischereizentrum Hard und der Fischzuchtanlage Rorschach gezüchtet. Zu diesem Zweck wird Laichfischfang betrieben.

Die Fischerei im Bodensee ist seit 1893 einheitlich geregelt durch ein Abkommen[11] zwischen den Anliegerstaaten (auf deutscher Seite die Länder). Die entsprechenden Verordnungen[25] schreiben Schonzeiten und Mindestgrößen für die gefangenen Fische vor und spezifizieren zugelassene Fanggeräte z. B. durch Maschenweiten, Netzgrößen und -anzahl usw. Darüber hinaus existiert eine Internationale Bevollmächtigtenkonferenz, die für eine einheitliche Anwendung sowie die Fortschreibung der Regelungen sorgt.

Die Eutrophierung des Bodensees in den 1960er- bis 1990er-Jahren hatte Einfluss auf das Vorkommen der einzelnen Arten sowie auf die Größe der Fische. So wurden bei unveränderter Mindestgröße nun Blaufelchen gefischt, die sich noch nicht hatten fortpflanzen können, was zu erheblichen Ertragsschwankungen führte. Durch Heraufsetzung der Mindestgröße konnte das Problem zunächst behoben werden. Die Fangerträge bei Barschen stiegen aufgrund deren Vermehrung an, was andererseits möglicherweise das Vorkommen des Hechtbandwurms in Barschen und Hechten gefördert hat. Mittlerweile normalisiert sich die Situation insgesamt wieder. Für die Barschpopulation wird noch mit einem weiteren Rückgang gerechnet.

Ähnliche Probleme gab es bei den Seeforellen, deren Bestand zwischenzeitlich durch Baumaßnahmen an den Zuflüssen dezimiert war. Insbesondere die Einrichtung von Fischtreppen und der Besatz der Zuflüsse brachte hier wieder Verbesserungen.

Die Berufsfischer fürchten jedoch bei einem weiteren Rückgang des Phosphatgehaltes im Bodensee auf unter 8 mg/m³ Gesamtphosphor deutliche Einbußen, da dann auch ein Ertragsrückgang bei Felchen zu erwarten ist. Der am Bodensee wieder häufiger werdende Kormoran wird von den Fischern ebenfalls als „Plage“ gesehen.



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